Wie der Angriff abläuft
Angreifer verschaffen sich Zugang zu einem Postfach — beim Lieferanten oder bei Ihnen — und lesen mit. Wenn eine echte Rechnung ansteht, schicken sie kurz darauf dieselbe Rechnung erneut, mit dem Hinweis auf eine neue Bankverbindung. Absender, Layout und Betreff passen, weil sie aus dem echten Verlauf stammen.
Auffällig ist meist nur eine Kleinigkeit: eine leicht abweichende Absenderadresse, eine Bank in einem anderen Land, ein Betreff wie „Korrektur unserer Bankdaten“.
Warum organisatorische Regeln allein nicht reichen
„Bei neuen Kontodaten immer anrufen“ ist eine gute Regel — sie scheitert im Alltag daran, dass niemand jede Rechnung mit den Stammdaten vergleicht. Genau darauf setzen die Täter: Der Beleg wandert in den Stapel und wird mit den anderen bezahlt.
Wirksam wird die Regel erst, wenn die Abweichung automatisch auffällt, bevor gezahlt wird.
Was flexx invoice damit macht
Bei jeder eingehenden Rechnung wird die IBAN mit der beim Lieferanten hinterlegten verglichen. Weicht sie ab, stoppt die Vorprüfung den Beleg mit einem deutlichen Hinweis, dass die Bankverbindung nicht zu den Stammdaten passt und vor der Zahlung telefonisch zu prüfen ist.
Der Beleg lässt sich weiterhin freigeben — aber erst, nachdem ein Mensch entschieden hat. Zusätzlich erkennt das System Dubletten, sodass dieselbe Rechnung nicht doppelt im Zahllauf landet.
Kurz gefragt
Was tun, wenn schon gezahlt wurde?
Sofort die eigene Bank informieren und Rückruf der Überweisung beantragen — je nach Zeitpunkt ist das noch möglich. Danach Anzeige erstatten und den Lieferanten informieren, dessen Postfach möglicherweise kompromittiert ist.
Hilft ein Blick auf die Absenderadresse?
Oft ja, aber nicht immer: Bei einem übernommenen Postfach ist der Absender echt. Der Abgleich der Bankverbindung ist das verlässlichere Signal.